Wechsel im Singlemode-Kabelportfolio zur SMF-28® Ultra-Glasfaser

LEONI Fiber Optics hat als einer der ersten deutschen Kabelhersteller die neue Corning® SMF-28® Ultra-Glasfaser in sein Singlemode-Kabelportfolio aufgenommen.

Diese erfüllt alle Ansprüche einer Faser mit geringsten Dämpfungen nach ITU-T G.652.D und gleichzeitig weist sie die hervorragenden Biegeeigenschaften der bekannten ITU-T G.657.A1 Fasern auf. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, mit nur einer Faser Projekte mit beiden Fasertypen zu realisieren und somit auch schwierige Anwendungen erfolgreich zu vernetzen.

Seit dem 01.09.2015 fertigen wir alle Vollader-Kabel, die mit G.652.D Fasern bei uns bestellt werden, mit der SMF-28® Ultra-Glasfaser. Wir bieten Ihnen damit entscheidende Vorteile in allen Bereichen, in denen es auf

  • Biegeunempfindlichkeit
  • geringe optische Dämpfungen
  • Kompatibilität sowie
  • Kostenvorteile

ankommt. Die Faser aus hochreinem Quarzglas löst durch den Modenfelddurchmesser von 9,2µm und die hohe Biegeresistenz den andauernden Konflikt zwischen Kompatibilität, Kosten und Biegeunempfindlichkeit.

Spezifikationen der Fasertypen im Vergleich (unverkabelt):

AttributeSMF-28® Ultra FiberITU-T G.652.DITU-T G.657.A1
Attenuation @ 1310 nm≤ 0.32 dB/km≤ 0.4 dB/km≤ 0.4 dB/km
Attenuation @ 1383 ± 3 nm≤ 0.32 dB/km≤ 0.4 dB/km≤ 0.4 dB/km
Attenuation @ 1550 nm≤ 0.18 dB/km≤ 0.3 dB/km≤ 0.3 dB/km
Attenuation @ 1625 nm≤ 0.20 dB/km≤ 0.4 dB/km≤ 0.4 dB/km
Macrobend Loss, 1 turn x 10 mm radius @ 1550 nm≤ 0.50 dBNot specified≤ 0.75 dB
Macrobend Loss, 1 turn x 10 mm radius @ 1625 nm≤ 1.5 dBNot specified≤ 1.5 dB
Macrobend Loss, 10 turns x 15 mm radius @ 1550 nm≤ 0.05 dBNot specified≤ 0.25 dB
Macrobend Loss, 10 turns x 15 mm radius @ 1625 nm≤ 0.30 dBNot specified≤ 1.0 dB
Macrobend Loss, 100 turns x 30 mm radius @ 1625 nm≤ 0.01 dB≤ 0.1 dBNot specified
Mode Field Diameter @ 1310 nm9.2 ± 0.4 μm8.6-9.5 ± 0.6 μm8.6-9.5 ± 0.4 μm
PMD Link Design Value≤ 0.04 ps/√km≤ 0.20 ps/√km≤ 0.20 ps/√km
Maximum Individual Fiber PMD≤ 0.1 ps/√kmNot specifiedNot specified

Hintergrund:

Über viele Jahre hinweg sind Singlemodefasern des zuletzt 2005 geänderten Standards ITU-T G.652.D verbaut worden. Neben niedrigen Dämpfungswerten, insbesondere auch im Wellenlängenbereich 1.383 nm, zeichneten sich diese Fasern dadurch aus, dass der nominelle Modenfelddurchmesser aller Anbieter dieser Faser sich innerhalb des durch den Standard vorgegebenen Bereiches auf den Nennwert von 9,2 µm mit der Toleranz +/-0,4 µm einpendelte.

Neue anspruchsvollere Anwendungen der Kabel, wie zum Beispiel die Miniaturisierung und die Verlegung der Kabel unter schwierigen Platzverhältnissen, machten die Entwicklung von neuen biegeresistenten Fasern notwendig. Dafür wurde im Jahr 2009 der Standard ITU-T G.657 angepasst. Innerhalb dieses Standards wurden verschiedene Klassen für die Biegeresistenz definiert. Dazu gehören die Klassen ITU-T G.657.A1, ITU-T G.657.A2, ITU-T G.657.B2 und ITU-T G.657.B3. Die Klassen ITU-T G.657.A1 und ITU-T G.657.A2 sollten verbesserte Biegeeigenschaften haben und voll kompatibel zu den Fasern des Standards ITU-T G.652.D sein. Deshalb galt auch für diese Fasern der gleiche Bereich für den Nominalwert des Modenfelddurchmessers von 8,6 µm bis 9,5 µm. Innerhalb dieses Bereiches für den Nominaldurchmesser waren bisher allerdings nur Fasern verfügbar, die einen Modenfelddurchmesser im unteren Bereich der Vorgaben des Standards und damit einen kleineren Modenfelddurchmesser als die bisher üblichen Singlemodefasern hatten.

Trotz der Vorteile der Biegeresistenz der Fasern, gemäß dem Standard ITU-T G.657.A1, konnten sich diese Fasern nur bedingt auf dem Markt durchsetzen, da durch den etwas kleineren Modenfelddurchmesser  Probleme bei der Ankopplung an bereits verlegte Fasern des Typs ITU-T G.652.D entstanden. So traten selbst bei einem guten Spleiß bei der Messung der Spleißdämpfung von einer Seite große Dämpfungsverluste und, von der Gegenseite gemessen, scheinbare Signalverstärkungen auf. Dieser Nachteil verhinderte weitgehend die Akzeptanz dieser biegeresistenten Fasern bei den Anwendern und so entschieden sich unter anderem große Telekom-Provider, die G.657A.1 Fasern nicht weiter einzusetzen.

Die nun neu von LEONI Fiber Optics GmbH angebotene Faser zeichnet sich dadurch aus, dass diese einen Modenfeldurchmesser bei 1310 nm von 9,2 +/- 0,4 µm hat, damit Kopplungsverluste bei der Verbindung mit bisher verlegten Singlemodefasern vom Typ ITU-T G.652.D  vermieden werden und dennoch biegeresistent ist. Sie erfüllt damit sowohl die Vorgaben des Standards ITU-T G.652.D als auch des Standards ITU-T G.657.A1.

Erfahren Sie mehr über unsere optischen Glasfaserkabel

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