Trägerlose Vorlauf-Fasern ohne mechanische Spule

Spannungsfreie Lagerung von Vorlauf-Fasern für hohe Messgenauigkeit auch bei Temperaturwechseln

Bei einigen anspruchsvollen Messtechnik-Aufgaben werden sogenannte Faser-Vorlauflängen verwendet. Ein typisches Anwendungsfeld ist die OTDR-Messung. Bei dieser Methode wird eine Faserstrecke mit kurzen Lichtpulsen angeregt und die von der Faser rückgestreute Lichtintensität gemessen. Fehlstellen wie z.B. Steckverbinder oder Spleiße führen zu ausgeprägten Rückreflexen, und durch die Bestimmung der Pulslaufzeit kann dann der genaue Ort der Fehlstelle ermittelt werden. Als Ergebnis erhält man mit einem OTDR Messgerät die ortsaufgelöste Dämpfung einer zu messenden Faserstrecke.
Für eine hohe Messgenauigkeit ist es unabdingbar, dass die Faser der Vorlauflänge absolut spannungsfrei gelagert wird, um jeglichen Einfluss der Vorlauf-Faser auf das Messsignal zu vermeiden. Die Vorlauf-Fasern werden der eigentlichen Faser-Messstrecke vorgeschaltet und überbrücken den für das Messgerät nicht erkennbaren Längenbereich. Somit prüfen Sie ausschließlich die eigentliche Messstrecke, ohne verfälschende Nebenwirkungen einzufangen.
LEONI hat für genau diese Herausforderung eine spezielle Faser-Wickel-Anlage in Betrieb genommen, die spannungsfrei trägerlose Vorlauf-Fasern generiert. Die Vorlauf-Fasern kommen dabei ganz ohne eine mechanische Spule aus, die Faser hat also keinerlei Kontakt zu einem mechanischen Träger. Die Faser wird ferner unverkabelt gewickelt, das heißt sie kommt ohne äußeres Jacket aus, welches ebenfalls Stress und damit Messverzerrungen erzeugen könnte. Durch Verzicht auf sowohl einen mechanischen Träger als auch auf ein äußeres Jacket wird eine ideal spannungsfreie Lagerung erzielt, selbst bei Temperaturwechseln.

LEONI stellt trägerlose Vorlauf-Fasern kundenspezifisch her:

Faser-Typen:SMF 9/125µm / G50/125µm (OM2, OM3) / G62,5/125µm / Sonderfasern auf Anfrage
Typische Faserlängen:100-500m
Wickeldurchmesser:50 -150 mm, abhängig vom Fasertyp

Bei vielen Anwendungen werden die speziellen Faserwicklungen in Messgeräte integriert. LEONI unterstützt die Kunden bei der Integration und bietet an, die Wicklungen gleich nach der Herstellung in die kundenspezifischen Gehäuse zu integrieren und in einem zweiten Schritt stressfrei zu vergießen. Auf diese Weise bietet LEONI eine ideale Lösung, die Ihnen viel Zeit bei der technischen Umsetzung spart.

 

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